Kirchgemeinde Weixdorf mit Hermsdorf und Grünberg | kg.weixdorf@evlks.de
+ Ev.- Luth. Kirchgemeinde Weixdorf

 

Unsere Kirchenecke   

 

Die Kirchgemeinde Weixdorf lädt ein 

 

Sonntag, 20.09.   9.00 Uhr Gottesdienst mit Vorstellung der Konfirmanden

                                             Kindergottesdienst, KV-Wahl

Sonntag, 27.09. 15.00 Uhr Gottesdienst zum Erntedankfest, Kindergottesdienst

 

Liebe Leser der Weixdorfer Nachrichten,

gern sitze ich auf dem Balkon und schaue in den Himmel, wenn an klaren Abenden die unzähligen Sterne über mir stehen und meine Gedanken schweifen lassen. Wie weit sind sie von mir entfernt? Stehen sie immer in der gleichen Ordnung? Wie groß sind sie wirklich? Ich sehe ja nur kleine leuchtende Punkte. Manchmal sieht es so aus, als bewegen sie sich.

Auch die Bibel erzählt von Sternen. Abraham, der Stammvater Israels, wurde von Gott angewiesen, die Sterne zu zählen. So zahlreich sollten seine Nachkommen sein. Mit einem aufgehenden Stern wurde der erwartete Friedenskönig in Israel beschrieben. Der Stern führte die Weisen aus dem Morgenland nach Bethlehem. Und am Ende aller Tage, wenn Jesus wiederkommen wird, so erzählt es Matthäus, werden die Sterne vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels ins Wanken geraten.

Schon immer hat der Blick in die Sterne die Menschen fasziniert. Wer von uns die Gelegenheit hat, in einer klaren Nacht den Himmel zu betrachten, der bekommt eine Ahnung von dem Blick, den der Beter des 8. Psalms gehabt haben muss, wenn er zu Gott betet: „Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast; Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?“ Das Staunen über die Schöpfung verbindet uns mit dem Psalmbeter über Raum und Zeit hinweg. Auch wir lassen uns immer wieder begeistern und stellen fest, wie klein und unbedeutend wir in der Größe des Universums sind, wie überwältigend die Schöpfung Gottes ist, in der wir leben.

Viele Menschen haben allerdings im Laufe ihres Lebens dieses Staunen verlernt. Es einzuüben, kann eine Aufgabe im Alltag sein. Viele kleine Augenblicke und Zwischenräume laden täglich dazu ein. Zum Danken für die Schöpfung und für alles, womit sie uns täglich beschenkt, lädt das Erntedankfest ein, das wir im September feiern. Auch wenn wir das Wenige, das wir essen, selber anbauen, haben wir doch allen Grund dankbar dafür zu sein, weil unser Esstisch jeden Tag reich gedeckt ist. Dass dies nicht selbstverständlich ist, lehrt uns ein Blick über den Tellerrand. Vielleicht lässt uns dieser Blick demütig und verantwortungsbewusst werden.

Herzlich grüßt Sie Ihre Pfarrerin Christiane Rau